Chester Carlson hatte eine Vision: Er wusste, dass die Welt ein neues Fotokopierverfahren brauchen würde. Am 22.10.1938 gelang ihm und seinem Assistenten Otto Kornei in New York die erste Trockenkopie auf Normalpapier. Der Erfinder war begeistert – Kornei blieb skeptisch: Wie sollte aus diesem unvollkommenen Ergebnis jemals ein praktikables Bürokopierverfahren werden?

In seiner Patentanmeldung sah Carlson viele Anwendungen für seine Erfindung voraus, die erst Jahrzehnte später realisiert wurden. Doch zuerst musste er einen Interessenten für sein Kopierverfahren finden. Das gestaltete sich schwierig. Es brauchte sechs Jahre, bis er endlich Glück hatte und einen Kontakt zum Battelle-Institut knüpfen konnte, wo man das Potential erkannte. Zwei Jahre später nahm die kleine Firma Haloid aus Rochester eine Lizenz und entwickelte das erste Bürokopiergerät „XeroX Model D“. Aber den Test-Nutzern erschien das neue Verfahren viel zu kompliziert. Weil man aber sehr schnell und einfach Papierdruckplatten für den Büro-Offsetdruck „kopieren“ konnte, verzeichnete das spätere „XeroX-Standard-Equipment“ erste Erfolge.
Mit dabei sein, wenn Geschichte lebendig wird: In den Vorführungen der „Ur-Kopie“ von Carlson und Kornei sowie des ersten xerografischen Equipments erlebt man hautnah mit, wie eine Innovation, die in unserem Alltag so unverzichtbar geworden ist, wie Telefon und Computer, erstmals Gestalt annimmt und dann zum erstenmal auf den Markt kommt.
Zwei Life-Vorführungen: je ca. 30 Minuten, 15 Minuten Pause, anschließend Gesprächsrunde, auch Do-it-yourself-Versuche sind möglich
|